19. Oktober 07

Toskanische Reisereste

Ganzwichtich[E.S.] Wenn man's wirklich will und dann auch noch kann, dann kann man von Florenz aus Richtung Meer gondeln und kommt womöglich (je nach Ladung) irgendwann auf halber Strecke zum schiefen Turm rüber erst mal nach Montecatini, von dem hier aber nicht bzw. nur kaum die Rede sein soll, obwohl ich dort oben, in Alto, was ja faktisch die Altstadt dieses seltsam ruchlosen Hallenbaddörfleins ganz oben auf dem Hügel ist, darstellt gewissermaßen (und riiiecht,bä!) ich mal dermassen verblüfft war, daß mir's heute noch nachdenkt. Weil: das geht so steil zu, auf diesem bucklig gefliesten Marktplatz da droben, so schräg (und hoch, für die Toskana jedenfalls, fast schon über der Luft!) daß man die Weinflaschen nur mit zwei aufeinandergestellten Zigarettenschachteln in die Waagrechte zwingt, aber mach das mal frühmittags, noch fast ohne Zielwasser, so eine Sauerei und dann fliegt man raus, ein, zwei Tischlein kippen zu Boden und allesamt der Schwerkraft anheim, vergißt das Auto und schreitet quer durch die Weinberge in scharf aufgezwungenem Tempo schlangenartig wieder bis unter die Luft hinab, was schon mal von Vorteil ist, aber dann hat man ja plötzlich, wie nach dem Krieg, da hatte man ja auch nichts. Und das Auto? Keine Ahnung. Oben über der Luft vergessen. Scheiß Zigarettendiskriminierung! Sowas erinnert, auch wenn man längst  die ultima sigareta hinter sich hat, aber die Sauerei, das Kippen, Splittern, Gesudel, italienisches Geschrei, man versteht ja kein Wort mehr!, und das hochkante Hinausfliegen über den schrägen, weinschlüpfrigen Marktplatz, fast sattelschlepperbreit (Schoß!) hochkant gestellt, wegen der Höhe und der Enge, wegen dem ganzen wackeligen Scheißkaff, was müssen die das da oben kurz unter den Himmel klatschen, nicht mal kardanisch, und dann volle Schwerkraft ins Tal, Mann, immer runter, sowas prägt einen Menschen ja tagelang!

Aber ich wollte ja heute davon erzählen, daß man schon längst vorher, vor diesem bescheuerten Schrägmontecatini, noch innerhalb der normalen Lufthöhe über Normalnull, da schleudert man im Allgemeinen und im Grunde unabdingbar nach Vinci hinein und das Paradoxe schon jetzt gleich: das kleine Kaff wurde nicht etwa nach dem berühmten Schlaumeier so benannt - sondern der nach dem Kaff, das wäre ja bei uns nie möglich, da heißt es die "Kennedy-Stadt-Berlin" oder die "Mozart-Stadt-Weimar" usw.!Leonardo_da_vinci Gut, man trifft ihn ja jetzt nicht mehr persönlich an, den Leonardo, der ist ja schon 500 Jahre her, aber sein Zeugs! Herrgottnochmal, was hat der Bursche da alles für Krempel zusammengeschraubt und gebastelt. Flugzeuge, die nie flogen, Fahrräder, die keine Kurven machen konnten, alles ohne Gummiräder oder Verbrennungsmotor oder zumindest Strom: lächerlich! Das konnte ja nix werden. Wenn man sich das heute überlegt: da hat der wirklich geglaubt, er wäre eines der größten Genies gewesen, ha!ha!ha!, da lach' ich ja. Panzer aus Holz (!!) und Taucheranzüge aus Baumwolle (!) mit Schilfrohren statt Propangasflaschen! Aufzüge, bei denen Ochsen und Pferde irgendwelche Holzgestelle hin- und herschieben mussten, das kann ja alles garnicht funktioniert haben ohne Strom oder mindestens Kernkraft. In diesem Museum da drom in Vinci, da stellen sie voller Stolz und für teuer Eintrittsgeld das ganze Trümmerzeugs aus - eine einzige Lachplatte! Fast schon tragisch, all die ganzen traurigen Versuche dieses Leonardo, von denen kein einziger mal richtig ins Rollen kam, so viel Losertum auf einem Fleck! Und dann: die angeblich so geniale Mona-Lisa! Ein Foto! Steht ganz klein sogar drunter "Copyright Atelier Luigi Barlessi, Prato" - die glauben, man sieht das nicht! Das ist ja auch so eine Südländer-Eigenart, je tiefer man da runter kommt, sich in diese Gefilde da hineinjunglieren lässt, desto tiefer ist auch die Infamie dieser kleinen Leute unterhalb ihrer schwarzblitzenden Fettfrisuren, mit Brisk- und Olivenölpfoten zurechtgeklatscht, um Köpfe herum, in denen es unablässig brummt und summt, wie man uns Nordleute am besten ordentlich einsalzt und unsere Dam so einlullt in südliches Gewusel, daß am Ende allen die Contenance parallel zum Bargeld abhanden kommt und keiner wills gewesen sein. Ich habe mir eine "original Da-Vinci-Wand-Uhr" aus Vollholz zugelegt, zulegen lassen eigentlich, mit Zahnrädern drin aus Pappmachee und Büroklammern, beim Aufhängen hat sie mir gleich final ihr verdammtes Innenleben über die Schlappen gekotzt - aber andererseits kann man auch nicht viel sagen, bei 150 Eurotten für ein Original bittesehr per favore prego! Bin ich letztlich ganz zufrieden.  Wollte ich nur mal noch kurz erwähnen. Auch Ihr lernt ja nie aus, auch wenn Ihr Euch immer so gebärdet, als ob längst alles klar wäre. Nix is!

14. September 07

Wenn andere zum Wochenende blasen...

Dimensionsscheissdreck [E.S.] Man glaubt ja garnicht, wie oft ich dieses Thema, fast möchte ich sagen diese ganze Thematik, dieses Rundherum in seiner Ganzheitlichkeit,  bereits in raumgreifender Vergeblichkeit  hier zu erörtern versuchte. Ausgerechnet!
Nun aber trifft mich eiskalt Kollege Dr. Briskoll, dieser höchst ignorante Mensch, kurz vor dem allgemeinen Aufbruch ins sogenannte Wochenende, dem ja in einem angeblich darniederknieenden Darbdeutschland (haha!) ein Jeglicher folgeleisten muß, in ganzer epischer Breite sozusagen, mit all den Exzessen (Methyl, Magensäure, Morbidität) und kollektiven Freizeitparks (Grundstücksgrenzmauer, Trottoirumsäumung, Fugenbeikraut, Bahnhofstoilette, Raucher-Raum), gleichwohl man Besseres anzukurbeln hätte um Hartz und all dem Matten zu entfliehen, da trifft mich dieser Briskoll mit voller Wucht mitten ins latent schwärende Dimensionsgewese hinein! Sackzement!
Was bringt er angeschleppt, ohne mit der Wimper zu zögern? Ein Modell, das er angeblich schon unlängst in den Weiten des Internet ausgegraben hat, aber immer noch so neuwertig wie nie zuvor: die fünfte Dimension als bewegte Grafik.
Nun wissen wir ja, daß das CERN in Genf spätestens anfangs nächsten Jahres dank Lisa Randall (warum soll ich sie immer wieder linken, man kann in Wikipedia sehr schön all meine  Studien nachgoogeln, so hammers ja auch wieder nicht, Faulpelze!!) unsere gesamte physikalische Welt rückwirkend zum Einsturz bringen wird mittels zusätzlicher eingerollter und/oder aufgewölbter Dimensionen und Branen usw. und vor allem, weil in der Folge dann ja durch die teilweise Aufhebung oder Umkehrung der Schwerkraft alles hinfällig wird, was uns jetzt noch bewegt in unserem Unfugsleben, dem kleingeistigen. Deshalb will ich heute darüber nur noch sehr wenige Worte verbreiten, nur vielleicht dieses eine noch: auch wenn der, oder sagen wir's mal so: die Quelle ist ja dank Herrn Dr. Briskolls unglaublicher Ignoranz vollkommen verloren gegeangen, aber wir erleben hier und jetzt nach einer gewissen ultralangen Ladezeit ein einmalig bezauberndes Finale, den Anfang von Allem und alles in einem: die regelrechte Darstellung der fünften Dimension. Schauen Sie bitte gaaanz genau hin!

Gaanz genau!!! Vorhang auf:

Changingcube

Wenn Sie da jetzt dranbleiben, dann ist dieses und jedes weitere Wochenende praktisch rum. Schnee von gestern. Für immer. Und: diese 5. Dimension ist ja erst der Anfang. Spüren Sie schon, wie Sie leichter werden vor lauter Glotzen? Die Anziehungskraft läßt nämlich auch nach, wenn man sich in die 5. Dimension (und alle weiteren) hineinbegibt. Hören Sie ihn grinsen, den alten Einstein? Kommt Ulm schon vorbei? Gut. Nicht nachlassen! Bedanken Sie sich bei Dr. Briskoll.

Ihr Weekend E. Schmitz

03. September 07

Raucherschindereien (1)

Raucherschinderei-Germany



[E.S.] Bierdeckel.
Irgendwo in der Kurpfalz gefunden...

Drende-is-sischr

Ohne Worte.

Aber Schmitz.

01. September 07

Wochenend-Tipps für Leute

Tippvomschmitz

[E.S.] Es verwundert kaum, daß das Wochenende für viele noch lebende Menschen der Neuzeit mehr und mehr zu einem Alptraum entweder aus völlig überkandidelten Zwangsablenkungen (Besuch alkoholhaltiger Einrichtungen, Transport von Kindergeplärre nebst Schokoladenfettflecken quer durch teils mehrere Bundesländer) gerät oder aber neuronalneutrales Abgleiten in sofaeske TV-Depressionen bewirkt: alles Dinge, die sich dann am späten Montagmorgen in unseren nichtforensischen Abteilungen wiederfinden und über Zugluft oder eingebildeten Morbus Bechterew klagen. Kennen und betrauern wir ja alle.

Ich empfehle daher den Menschen um mich herum, zumeist ja alternde  Damen und Herren in Kleidungsstücken weit jenseits von  Vergleichswerten,  gerne  meine Tipps für Leute. Gerade an Wochenenden werden ja auch diese sehr gerne genommen, teils weil man persönlichen Mangel an Mancherlei verspürt, teils weil dieser einem massiv eingeredet wird von einem Umfeld, das seine Befriedigung in hohem Maße aus völlig unnötigem Herumgewusel und Zeitschinderei ohne ernsthafte Reflektion bezieht.

Es gibt ja Menschen, die besuchen noch heute, zu Beginn der vielen und langanhaltenden 21. Jahrhunderte Buch- und Zeitschriftenläden, oft sogar in Fußgängerzonen oder Overstolzenborn_2 Bahnankunfstbereichen gelegen, teilweise noch vor 10 Uhr in der Samstagfrüh, um sich einzudecken mit Tabakwaren (Marlboro Light, Villiger Kiel, Overstolz Paderborn et.al.), um hernach zunächst beschwingt den Fischgeschäften zuzuwandeln, woselbst noch kleine Reste an Esswaren aus Flüssigbereichen (Matjesfilets,  Schillerlocken, Heringstörtchen, vielleicht Barschtofu?) zusammengehortet werden und dann wird schnurstracks, die triefende Fracht schlenkernd,  mit der Seilbahn oder dem kleinen, dreirädrigen Ziegenkarren wieder der Heimstatt zugestrebt, nicht ohne natürlich links und rechts des Weges kleine goldene Glöcklein anzuschlagen oder den untoten Dichtern in ihren Geigenkästen aus Pappmachée-Imitat den einen oder anderen Gutschein auf die Manuskripte zu träufeln. Das halte ich aber für einen degoutanten Tipp. Ich empfinde das sogar als entwürdigend für das betreffende Personal längs der Chausseen, aber egal.

Hotelnimbus Schöner, aber auch schnöder wird es, wenn man, anstelle eines  morgendlichen Schlummertrunks aus  Bransch mit Prosekko im Foyer oder im Aufzug des Kettenhotels "Nimbus im Elften" einfach mal alle Neune grade sein läßt und sich, vielleicht jeweils entweder mit einem Herrn oder einer Dame seiner Wahl untergehakt, oder einem mittelkleinen Tier oder einem Karton mit Moos einfach so über die Grünanlagen treiben und schweben lässt. Grünanlagen sind ja gottseisgepfiffen nicht nur auf das städtische Umfeld begrenzt, mittlerweile werden sie auch in den großen ländlichen Bereichen längs der Autobahnen oder zwischen Mischwäldern ausgelegt und sorgen, dort natürlich nur, wo sie bereits vorhanden sind, für entsprechend schönes Ambiente. Und dort halt - und das ist nur einer meiner vielen Tipps - ist sehr schön ein wenig rasten und sich dabei fast bildgleich vorstellen, man sei garnicht man selbst, sondern ein wertvoller Teil all dessen, was man sich als Kind schon immer erträumt hatte, bevor man dann dem sicheren Ableben entgegenzustreben sich in Bewegung setzte. Nö, ist nur ein Tipp.

Einer von vielen am suizdstarken Wochenende. Ich finde: sie haben alle was, auch wenn man das nie genau ergründen kann! Herr Terry Pratchett, der jetzt auch im für ihn eigentlich unnötigen Wirrwarr Fahrtwind der Potter-Bände (ich dachte bislang, daß da etwas viel Gewese gemacht wird um einen Spezialdrucker, stellen Sie sich das mal vor, wie peinlich ist das denn, wenn einen die Tochter deshalb mit aufgerissenen Augen  praktisch mißachtet!) über Junghexen schreibt und dortselbst, innerhalb dieses Schreibens, immer wieder von einem gewissen "Wirrwarr" schwärmt, das in den Taschen keines Hexenmantels fehlen sollte und aus allerlei kleinem Unrat wie Zweiglein, Feuerhölzern, Murmeln aus Glas, Horn oder Dung, Katzengewölle und Seidenfäden, paar Nägeln vielleicht noch, besteht und aus dem in Mirnichtsdirnichts ebendieses zaubrisch wirkende "Wirrwarr" zusammenzuknüpfen ist, mit dem man dann allenthalben gewisse Situationen sozusagen ruckzuck wieder , also wenn man da dann praktisch ziemlich sicher obsiegt über so eine Situation. Pratchett halt. Kann man ja sonntags auch mal. Als Tipp.

Und jetzt nicht nach oben sehen und bitte etwas zur Seite treten (immer wichtig bei Flugverkehr) - ZACK! Na, wer sagt's denn.

Freude!
Ihr
Ettore Schmitz

23. August 07

Testsprengung (nur für Douglas-Freunde)

Losvogonos C.v.S.] Nachdem heute unser geschätzer Direttore Schmitz dringlichst zu einer "Vorlesung" in die alte Universitätsstadt "gerufen" wurde, habe nun ich die ehrenwerte Pflicht, eine kurze Durchsage zu tätigen. Diese betrifft hauptsächlich Bekannte von Herrn Douglas Adams, der sich bekanntermaßen ja seit einigen Jahren persönlich mit der Koordinierung von Umlaufbahnen befaßt und sich somit persönlich eher seltener zu Wort melden kann.

Herr Kommandant Protetnik von der 3. vogonischen Bauflotte für interstellare Hyperstraßen gibt bekannt, daß morgen nachmittag pünktlich um 16 Uhr eine Testsprengung des 3. Planeten (Terra) erfolgt. Diese Sprengung dient der präventiven Überprüfung, inwieweit  eine Hyperraumstraße durch den freiwerdenden Platz die Reisedauer zum Sternhaufen M13 verringern kann, wenn überhaupt. Herr Kommandant Protetnik bedauert bereits jetzt eventuell entstehende Unannehmlichkeiten und schlägt vor,  bis zum genannten Zeitpunkt keine kostenpflichtigen Bindungen (Zeitungsabonnements, Ratenkäufe bei QUELLE etc.) mehr einzugehen, da morgen nach 16 Uhr ohnehin alles "sproknokt" sei, also zappenduster. Darüber hinaus ist es ihm ein Anliegen, seinem Wunsch Ausdruck zu geben, daß wir eine angenehme Zeit hier gehabt haben mögen.

Tja, dem schließe ich mich vollinhaltlich an und verbleibe

mit besten Grüßen (besonders an alle Douglasier:))

Ihr
Carl von Steinsberg
(Für Linx kann ich keine Haftung übernehmen. Sorring.)

16. April 07

Angemosert wird man...

[E.S.] Ja da fragt man sich natürlich schon, wie man umgeht mit solch aussergewöhnlich klimatischen Umgebungen allerorten. Was raunt mir Dr. Briskoll heute früh ins erlahmende Ohr, anlässlich unseres kurzen Ausgangs zwischen dem Sonnenauf- und Untergang?

"Schmitz, Hochsommer scheints - April ists. Und hier, sehn se mal: hier scheissen mir die unangeleinten Hunde jetzt schon beim Gehen auf den Vorderschuh! Ich glaub, ich werd nicht mehr! Das ist jetzt schon der zweite innerhalb von 10 Metern! Haust du wohl ab, du Hund!!" brüllt er mit schwellenden Halsadern, holt schwungvoll mit dem ganzen Bein aus, um das beherzt hinforteilende Kacktier von sich zu kicken, gewinnt natürlich ruckzuck das Übergewicht und knallt mit dem Hinterkopf schmatzend in den aufspritzenden Haufen. Na ja. Wir gehen ja auch für gewöhnlich nicht allzu forsch.

Und mit dem Klima hat er ja recht.  Bei uns wächst schon der Chianti aus den restlichen Kartoffeläckern, die noch nicht von den Aralersatz-Monorapskulturen überpflastert sind. Und auf Majorka schieben sie Schnee. 

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Die Erklärungen finden sich natürlich in den prallgefüllten Spruchblasen der Klimaforscher- und warner (Warner Brothers), derzeit in hoher Blüte stehend und wie Schmelzhunde und Knutbeeren aus den Gletschern geploppt, brüllend, gestikulierend und alles längst gesagt habend. Angeblich.

Fehlt eigentlich nur noch der Drehflügler Tritt-Hin mit seinen entsetzlichen Wolkenkratzer-Armeen, möglichst auch noch hier im Hügelland, wo die herabtaumelnden Abreiss-Rotoren pfeilgrad in zerberstende Solarzellen auf den zur Versteigerung stehenden Nachbarhäusern knallen. Ach geh' mir weg!

Ich aber, als Schmitz, pflege deshalb wieder mal gnadenlos den Eskapismus, Klimawanderung hin oder her. Ab sofort, meine Dam und Herrn, finden Sie mich in meiner Aussenstelle. WLAN-Kabel ist natürlich längst verlegt und ich muss sagen, bis zum nächsten Monsun lässt es sich hier gewisslich aushalten. Gut, ich gebe zu, nicht ganz freiwillig, hören Sie selbst, aber immerhin...

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22. Januar 07

Wissenschaftsstandort?

[CvS] Spekulativ das Ganze. Auch wenn Leute aller Couleur es stets wieder in die Runde werfen: warum sollte ausgerechnet Deutschland Wissenschaftsstandort werden? Wir haben ja nichts! Von der pränatalen Fächer-Spezialisierung über die frühchristlichen Grund- und Hauptschulkassen bis hin zur zur stationären Pflegestufe I während des Hochschulstudiums: das krankt ja alles in Deutschland, ist ja garnicht vorhanden! Die vielgeschmähte Exzellenz fehlt uns. Die müssen wir getrost ad aorta legen.

Und auch der Blick über den Tellerschrank und tief hinein in Nachbarland: alles aus demselben Pulver geschnitzt, da kräht auch andernorts kein Schwein danach. Und: was, bitteschön, soll man in diesem Zusammenhang von einem Mann wie Dr. Emeritus Schblitz von der Fachvolkshochschule Chemnitz halten? Hinter dem Mann liegen 40 Jahre intsensiver Forschung auf feinstofflichen Gebieten, fast rund um die Uhr in Vollzeit. Aber selbst die aktuelleste Fortentwicklung seiner präkognitiven virtuellen Kuh gibt gerade mal einen halben Liter Milch nach einer Vorlaufphase von 3 Wochen, wenn auch unter sehr geringer Energiezufuhr (9 Watt/sec²):


Kunstkuh

Nö nö. Da passt nichts. Aber nicht mal garnichts. Insofern also: man sollte keine toten Hühner wecken in Deutschland, was den Wissenschafts- standort betrifft. Da haben wir nichts.