Frau Nuehm: greifen Sie ein!
[E.S.] Liebe Schwester im Geiste, Nuehmchen, MannMannMann, es wird jetzt ganz eng! Deshalb brauche ich heute noch unbedingt Ihre Hilfe oben auf dem Tavoli. Dem Tafelberg, wie heißt er denn? Sackzement, wenn man doch nur Ahnung hätte vom Fußball, gerade heute. Aber wie soll man, der man ja aus dem feuchten Sport kommt und in den späten Sechzigern immerhin Nordbadischer Meister im Hallen-Einzelsynchronschwimmen war (das wissen wir doch alle schon, hoffentlich!), wie soll man da einen Elfmeister von einer Blutkrätze oder einem Abseitsfoulpelz unterscheiden? Das geht ja garnicht.
Aber trotzdem: mein ehemaliger Nachbar und jetziger Vereinskamerad, der Hopp's Dietmar, den Sie ja auch heute in Ihrem geschätzen Blog erwähnen, liebes Frollen Nuehm, deshalb fiel's mir ja alles wieder siedend heiß in die Suppen, ein ganz liebenswerter Philantrop übrigens, auch wenn alle Welt auf ihm rumhackt, der ist ganz arg segensreich für allerhand, aber das nur nebenbei: dem und mir gehören ja unsere Fußball-Buben aus Hoffe sozusagen, dank Zuwendung und gemeinsamem Aufwuchs im Kraichgau. Das ist ja dicker als Luft! Und jetzt kommt's: die kicken heute abend bei Ihnen vor der Haustür, Nuehmchen, mein Liebes, und da droht Krawall!!!
Sie müssen was tun, Anna, rasen Sie heute abend rauf auf Ihren Tavola, oder wie der Bolzplatz heißt, und verhindern Sie das Schlimmste! Wir können doch nicht zulassen, daß sich unsere Buben da die Leibchen zerfetzen, die Zuschauer einander mit Nudelgehölz verdreschen oder gar vor aufgestacheltem Unmut detonieren. Im Namen von was weiß ich, Ernst Mosch oder da auf dem Bild, dem Herrn Gandhi oder meinetwegen auch von Manfred Tse Tung, wichtig ist ja nur: abwiegeln, ausgleichen, beruhigen. Sie machen das schon, Anna, ich kenne Sie doch. Einfach Ihren Liebreiz schwingen lassen, wenn die Herrschaften anfangen, aufzukochen, und Seligkeit verbreiten, so wie in Ihrem Blog. Und haben Sie bitte ein besonders waches Auge auf meinen Nachbarn, den Sturtzkötters Manni, der fährt im Fanbus mit und kann sich eh kaum wehren, hat ja links nur noch einen Arm, damit uns der gesund und munter wieder nach Hause kommt, wo ihn leider nicht mehr viel erwartet, seit seine Mutter vor Kummer über den Verlust ihres Mannes verstorben ist, aber muß er deshalb auf dem Felde in Aachen bleiben. Nöö, ne?
Einach alles etwas dämpfend begleiten, Nuehmchen, Calm down, die hard Leut. Mehr brauchts ja garnicht. Aber das brauchts halt.
Und natürlich ein 2 zu 1 für Hoffe.
(Ist Ihnen ja auch recht, als eigentlicher Saalännern, gell?)
Fühlen Sie sich embarassiert
von Ihrem
Eckstoff E. Schmitz














[E.S.] Politisches Zeug können wir hier ja alle zum Glück eher nicht. Und brauchen es auch nicht. Klar wieder: jede(r) ist ein politisches Wesen und überhaupt.. man hört sie schon wieder krachen, die akademischen Vollhirner. Aber das stört ja nicht.
Letzte Kommentare