25. Oktober 07

Bilder-Exhibition auf dem Forensik-Flur

Gescheiterteexhibition [E.S.] Schade, Schade, Schade muß man sagen. Unsere geplante  wunderhübsche und reichhaltige Exhibition schöner Kunstwerke, teils aus eigener Jugendproduktion, teils aus dem Alterswerk, von langer Hand und teilweise auch mir selbst geplant, muß ins Wasser fallen bzw. ist es bereits. FrauDrMadameDeWelt, von unserem stets durch überbordende Lüsternheit getriebenen Hauptignoranten Dr. Briskoll für die akkordeoneske Untermalung der Vernissage vorgesehen, befindet sich auf einem mondapfelinitiierten Trip durch die fettverarbeitende Industrie von Paris und - mal ehrlich - ohne ihre brachialkonzertanten Auftritte brauchen wir uns einer wie auch immer gearteten Ausstellung erst garnicht zu stellen!
Aber auch Briskoll selbst, dieser maximaluntaugliche Extremignorant, muß seit dem Eingang dieser Hiobsbotschaft in der gestrigen Spätnacht strengste Gesamtruhe wahren, ich habe ihm Schwallschwitzen nach Dr. Walter Waßmuth angeraten, gefolgt von einer kleinen Familienaufstellung nach Hellinger, die bei Briskoll sicher enorm kurz ausfallen kann, er ist seit dem Tod seiner Familie ja Vollwaise und kann aufgrund der durch diesen Schock verursachten Anamnese ja ohnehin garnicht für eine Familienaufstellung (außer unter Hypnose, die verträgt er aber nicht, da wird er innerhalb von Sekundenbruchteilen hypochondrän und muß spucken, der Ignorant!) zur Verfügung stehen. Diesbezüglich haben wir uns also völlig unnötige Sorgen gemacht.
Wobei allgemein natürlich zu sagen ist, daß Familienaufstellungen höchst lehrreich und hilfevoll sein mögen, richtig angewendet können sie sogar bis zu 15 Gastronomiebesuche (mit Verzehr!)  ersetzen, wenn man  zumindest die alkoholischen Getränke selbst bezahlt, was aber kein Problem darstellen sollte, wenn man Günstiggastronomie präferiert, wo ein Obstler immer noch 1 Euro kostet, maximal 1,5.
Um nun nicht ganz die kollossal hochgeschnellte Erwartungssystole der Leser zu kappen, hier mindestens mal ein schnelles Einzelbild aus Frühzeiten, damit man sich vergegenwärtigen kann, was alles möglich gewsen wäre, hätte Briskoll, dieser elendige Ignorant, sich nicht von einer einzigen ungünstigen Nachricht derart derangieren lassen, daß es auch im Nachhinein noch der Sau graust. Aber was will man machen, Familienauftsellungen sind ja mit ihm nicht möglich. Soviel ich weiß. Das ist natürlich auch ein gewisses Zeichen von Ignoranz, Sackzement. Bitteschön:

Selbstbildnisfruehschmitz




Ja, das wäre was gewesen. Aber so?

Herzlichst

Ihr Ettore Schmitz

27. August 07

Kleine (graphische) Zwischenbemerkung

Winenachten
Immer Obacht!
Schmitzkinski

15. Juli 07

Heiße Nächte, schlaffe Pinsel...

Heisseeisen_2

[E.S.] Gefühlte 150 Grad Celesius und das mitten in der Nacht. Irgendwann flimmern die Sternenlichter kreuz und quer durch die Luftlosigkeit, der riesige Wasserball, auf dem man angeschnallt auf unsichtbaren Schienen kreiselt, scheint heissen Atem auszufauchen - und im Fernseh kommt auch nix.
Wo ist Briskoll?
Auch hier hat das Universum nur die übliche retardierte Antwort: weiß Teufel. Vielleicht morgen.

Was vom Tage übrigblieb? Ein schnell dahingetuschtes  Bild - eine große Frage: wo, verdammt nochmal, ist FrauvonWelt , das heißeste Eisen jenseits des Südpols??? Takatukaland geht doch nicht ewig, Sackzement, Metzgerstöchterlein, man muß doch auch mal wieder kommen können, kopfstehende Wasserspiele und Marspiloten hin oder her.

Und? Es wird wieder Tag. Und ich wollte, es wäre... ad libitum.

Mond Anheul Schmitz

03. Mai 07

Wesen in und nahe Teichen

Frauvonplatsch [E.S.] Schmissich , wie ich nun mal bin, schmissich mich heute nachmittag (jaja, unter dem Aufheulen der versammelten Germanisten) haarscharf neben den Gartenteich. Es war nichts anderes mehr möglich: innerhalb  einer blogüberspannend dehnenden Zeitdilatation von nahezu einsteinschen Ausmassen hatte sich darin bereits eine weitere, eher freischwebende Künstlerin aufplatschend breitgemacht, wie Perlen hingen Myriaden  glitzernder Wassertröpfchen  noch träge in der Luft.

Was blieb in Anbetracht solcher Naturgewalten zu tun? Freund und Helfer Dr. Briskoll war in weiter Ferne, abgetaucht quasi, seit Stunden schon völlig ausser Sicht und Gehör - nun ja. Da war guter Rat unerschwinglich: die beiden Dimensionen wollten heute nicht harmonieren, womöglich infolge des nahezu vollen Mondes da oben am Stähnenhimmel, ahah! (Hubert Kah, man grüßt!!!)  oder anderer Unzulänglichkeiten der hiesigen Realitäten blieb mir nix anderes mehr übrig, als ein weiteres, allerdings künstlerisch in höchstem Maße wertvolles Bild zu zeichnen, eines von unzähligen in einer nie stattgefunden Maler- und Tapeziererkarriere. Hach ja. Man driftet ja schließlich in dieser mittäglichen Gluthitze herum - und später auch noch, eigentlich immer, ist quasi schwankend und wankend quer durch die Luftlosigkeit auf und mit diesem sterngesteuerten Wasserball unterwegs -  in erschreckendem Maße auch persönlich abhängig von Gravitationen, klimatischen Wechseln und erregenden Hitzschlägen und hereinplatschenden Phantasmagorien gleichermassen.

Aber vorenthalten kann man diese so entstandene Studie über "Männer, wie sie die Welt nicht braucht" (aber hat), keinem der beiden Besucher dieser Blogosphäre hier. Und ruckzuck neigt sich alles wieder dem Abend zu... besser so, besser so!

Schmitz_zeichnet_herrn

So. Aber nu muß auch wieder gut sein...

.

09. April 07

Unglaubliche Seefahrten...

Geschmacklich_bedenkenswert[C.v.S.] Das zieht dem Schiff den Boden unter den Füssen weg! Irgendwo hat der gute Geschmack auch seine Grenzen. Da, wo um der schnellen Pointe wegen zum Beispiel nicht allein die Havarie von Sachwerten, sondern eben und gerade auch von personellen Gütern, zumindest darf man annehmen, dass sich hier niemand quasi durch die Hintertür, die Hinterschotten sozusagen, andererseits, man weiss es nicht genau, man war ja leider wieder nicht dabei...aber bitte, entwerten Sie selbst:

Titanic_diamond

Wenn man einmal nicht an Bord ist!
Käpt'n: übergebennehmen Sie !

10. März 07

Galerie an der Ecke Stockstrasse

Gut_weil_sinnfrei[C.v.S.] Wunderbra, es wird Sommer und alles blüht und wirkt gedeihlich. Die Galerie an der Ecke Stockstraße/Bad Pyrmont öffnet schon frühabends weit ihre hellgrauen Pforten und Malerfürst Strachatzki sitzt mit übergeschlagenen Beinen inmitten seines Eiskremanzugs an der Bordsteinkante, die Flaneure abzuschätzen mit seinen kniffligen Blicken. Natürlich wissen alle, daß er eigentlich noch nie etwas gemalt hat. Noch nicht einmal die kleine Schwester davon, gezeichnet.

Fremde merken das ja nicht. Dazu sieht Strachatzki viel zu gut aus, in diesem vanillefarbenen, stellenweise leicht mit Schokostäubchen angepüfften Dandy-Outlook. Einfach ein schöner Künstler beim schwerelosen Herabgleiten vom klüftigen Kamm seiner besten Jahre. Aber seine Bilder, hochkant in die Glutsonne gelehnt, die Hauswand als Schutz vor dem Umkippen dagegengestemmt - was ein prachtvoller Anblick im Abendgold:

DirektNichtschiessen

Na, da vergeht's einem aber schnell wieder! Andererseits: er kann einem auch leid tun. Sein eigener Bruder wurde kürzlich im Gefolge einer Wirtshausrauferei von einem Hauptwachtmeister verhext und muss nun dreissig Jahre lang aufrecht in einem privaten Gartenteich sitzen. Selbst wenn ihm der Winter einen Schal aus Eis umlegt und im Sommer die Libellen in beiden Ohren brüten. Das ist kein einfaches Schicksal, aber Strachatzki wird es mit Anmut zu tragen wissen, da sind wir alle womöglich sicher.

13. Januar 07

Die Angst des Zeichners...

Grafik

[E.S.] ...vor dem leeren Blatt soll ja fast genauso schlimm sein wie die des Schriftsetzersstellers. Ich kann das nicht beurteilen. Weder bin ich Zeichner noch bin ich Schriftsteller. Auch Maler bin ich nicht. Vor Jahren, es mögen schon viele davon hersein,  hat man mich immer wieder gebeten, Teile von Gebäuden, innen wie außen, oder aber von Gerätschaften, Gegenständen etc. pp. zu bemalen. Teils in den abstrusesten Farben. "Mal das doch mal an, vielleicht mit Dispersion oder Ragofix, Lasuren oder sowas", hieß es dann oft, "man kann ja nachher sauber drübertapezieren. Oder wir kleben Rauhfaser drunter. Hauptsache, diese verrauchte Stube scheint wieder frisch!" Ich konnte das nie. Habe es nicht vermocht. Die Gründe mögen mannigfaltiger Natur gewesen sein, überwiegend jedoch sicherlich enorme Faulheit und mangelnder Druck. Zwingen konnte man mich ja nie zum Bemalen. Dazu war ich viel zu larmoyant in der Sache.
Auch viel später dann, als ich immer noch niemals ein Schriftsteller oder sogar ein Zeichner war, mitnichten Karikaturist, wie manche behaupteten, gelang mir wenig in diese Richtungen. Gab man mir leere Blätter, so krakelte ich dergleichen:

Handywise

Oder schlimmeres noch, es war zum Davonlaufen. Zu nichts war ich befähigt, zu nichts zu gebrauchen. Das machte mir oft Sorgen, in diesen frühen Tagen, führte bis hin zu Fragen nach dem Sinn oder Unsinn von allem und jedem:

Wirbins_1

Jo. Das war alles nicht so einfach. Aber heute regt es micht nicht mehr auf. Es gibt ja auch kaum mehr Blätter in der modernen Umgebung. Leere Monitore vielleicht. Na, da ruft man den Monteur und nicht die Muse. Um jetzt auch noch schnell mal einen Spaß gemacht zu haben, so traurig wie's auch is.

Schmitz

12. Januar 07

Peng.

[A.S.]Kurz und schmerzvoll. So ist Leben. Behaupten ja manche.

Bertoldb

Aber anderen ist es wiederum ganz egal.
Jo, was solls.

Antje