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14. November 07

Stimmen wie aus Gelatine! Ungefähr.

Neterbka[E.S.] Hätte man es nicht mit eigenen Ohren gehört, mit allen Sinnen verspürt - dann hätte es einen nicht durchwogt fast wie Lasagne mit Sahnesauce: tja. Aber der Reihe nach. Vielen Lesern dieses Blogs hier ist Herr Dr. Briskoll ja kein gänzlich Unbekannter. Gerade kürzlich wieder in eher weniger geschmeidig duldbarer Funktion als Headcrasher unserer Komplettelektronik in Erscheinung getreten, besticht Briskoll im Allgemeinen durch sein Gesamtgewese mehr als durch sein berühmtes Sperrholzjacket mit Perlmuttbespannung, aus dessen aufgetackerter Brusttasche neben dem typischen Refraktometer stets mindestens zwei Hände voller Kugelschreiber hängen. Aber das wissen wir ja. Was wir aber nicht wußten, bis gestern in den späten Abendstunden: Briskoll lebte viele Jahrzehnte lang im Mittelzentrum Brzeslava nahe dem fast 1.700 m hohen Burk Lavajlz (1.900m) in der südlichen Czisenje. Und zwar als direkter Nachbar der berühmten Operndiva Anni Neterbka, damals als junges Mädchen besser bekannt als Schbriczers Anni, das "Hasennestchen". Aber das gehört nicht hierher. Genausowenig wie die Tatsache, von der unsere Art von Forensik auch erst gestern in den noch späteren Abendstunden erfuhr, daß nämlich Briskoll in dieser ganzen Zeit in der Czisenje einem Hobby nachging, das es hierzluande fast garnicht mehr gibt, es ist nahezu inexistent geworden: Ölwechsel machen. Abend für Abend und an allen Wocheneden machte er Ölwechsel an seinem eigenen, manchmal sogar an den Autos der Nachbarn oder guter Bekannter. Unglaublich. Aber davon ein andermal sicherlich viel mehr, Herr Dir. Schoß hat ja bereits mehrfach nachfragen lassen.

Der_fendt Gestern nun so gegen 17 Uhr, fast war's Licht noch an, stand Briskoll mit seinem alten Fendt  plötzlich im inneren Hinterhof, dem linken, dort wo die kleinen Süßwasserspender den ganzen Sommer über lustig vor sich hinpfiffen, als Schnee, Eis und harschgefrorener Regenguß das Land noch nicht ins Elend gestürzt hatten. Und heraus stieg, anmutig tänzelnd ein kleines rotglühendes Heiztäschlein schwingend: Anni Neterbka, Sackzement! Uns hat's fast die Schlittschuhe unterm Hintern weggezogen, so waren wir urplötzlich entzündet! Die Diva herself in flammend rotes Tuch gehüllt und schreiend wie ein Marder! Die Neterbka! Bei uns in der Forensik, sozusagen für einen Privatauftritt, eine Privataudienz fast gar! Unglaublich. Und dieses Geschrei!  Briskoll umschwänzelte sie natürlich, berstend angefüllt mit Stolz und Galanterie, das Perlmuttjäcklein knarrend und mit quietschenden Scharnieren  - wir waren allesamt wie gebannt vor Verblüffung und Hingabe.

Leider leider, und das ist ein wenig Schmand in der Butter dieses unvergleichlichen, fast unverbaubaren Abends: beide verschwanden umgehend im Nebeneingang hinter der zugefrosteten  Pflanzforsythie (nach Jung, Adler gar) und wurden auch bis heute nicht mehr gesehen.

In uns andern aber klingt dieser unwirklich wunderbare, in eisiges Gestöber wie aus Schneekristallen sich hineinverstörende Auftritt lange noch nach, Monate und Wochen und, wer weiß? Für Jahre.

Übrigens wurde heute sehr früh, für manche der Mitarbeiter bereits kurz nach dem Aufstehen im Frost,  dieses alte Schild aufgefunden, es lehnte an Briskolls Fendt und gemahnte die achtlos Vorübergleitenden. Woran? Da fragen Sie was. Da fragen Sie was.

Fiegoschild1_2

Drücken Sie doch mal drauf. Nicht immer nur fragen: auch mal drücken.

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Stimmen wie aus Gelatine! Ungefähr.:

Kommentare

Die Schbriczers Anni!

Griaßt eich!
Der Schbriczers Toni.

Scheißdreckssapperlot, Hochheiligkeitsmeister Schmitz, wie schraub ich denn hier Bilder rein, wo ich gerade eins hätte von Briskoll auf dem Fendt?

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

Typepad, mein Lieber, ist hier leiderleider zu unflexibel. Ich habe jedenfalls noch nicht herausgefunden, wie man dem geneigten Commendadore hier alle denkbare Freiheit verleiht...
Geht nur der Link zum Bild. Her damit!

Ihr
Grmbl-Schmitz

Falls ich mich, werter Ettore, hier vertan haben und der Herr gar nicht Briskoll sein sollte, grüßen Sie bitte den Dokter herzlich und ggf. auch das Fahrzeug. Aber was ist schon sicher oder zweifelsfrei zu klären an Tagen mit Laub, das peu a peu dem Grau weicht?

http://www.myprint-kalender.de/agroclassic/Logos/fendt-f-20_04.jpg

Herzlich
Ihr Erdge Schoss-Kalabrien

hier ist was los.

Meine Rede, werter Herr Glumm, und wenn der Herr Schmitz schon frühmorgens von Florenz in Schutt und Asche träumt und sich einen Mai Tai nach dem anderen servieren lässt, brenne ich den Link mal schnell so, dass es funktsjeniert.

Herzlich
Ihr Erdge Schoss

Zu schön, höchsterfreuender Dr. Schoß.
Das MUSS oben hin. Der alte Fendt. Der alte Briskoll. Zwei wie aus Lava.

Herrlich E. Schmitz

das ist ja witzig: einer meiner großväter hatte die McCormick-gebietsvertretung in der südlichen czisenje! wobei die dort ja bis heute in landmaschinen eher hinterher sind.

Aber, lieber Schneck, bereits er war schon auf dem richtigen Weg! Mir klingelt's noch im Ohr, das "I holl der Korrrmick, Frritz!", wenn die Altbauern meiner Jugend sich auf jeglichen Weg zu machen anschickten...

Zum Gruß!
Ihr
Schmitz

Der albanische Trockenschaumhändler, Chez Jacko, Mariko Röcks Korsettschnürassistent? Sie müssen, werter Ettore, mir unbedingt verraten, wie Sie an das abgetakelte Firmenschild der Herren gekommen sind.

Gespannt
Ihr Erdge Schoss

Sie haben richtig gelesen: Mariko, die philippinische Dragqueen, die in der Rolle der ungarischen Tanzikone fast gleichen Namens rauschende Erfol feierte. Und übrigens gar nicht aus Manila stammte, sondern aus dem beschaulichen Hückelhoven unweit der deutsch-holländischen Grenze, wo er als Franz-Friedrich Semmelpfender das Licht der Welt erblickte.

Zunächst aber, lieber geschätzter Schoß, beruhigen wir uns erst einmal wieder, setzen uns gemütlich an die Theke und nehmen einen klitzekleinen Feierabend-MaiTai, zwei drei....

Ihr
GrinsSchmitz

Ihr sonniges Gemüt, werter Bester, Feierabend, vierfünf ...

Ihr Schoss

Ich fühle mich unter Druck. :)

Quatsch!
GrinsSchmitz

werte herren

erschütternd, unsere unkenntnis über die osteuropäischen kulturikonien - wir saugen hier alles mit der allergrössten begierde auf und verbleiben mit einem dankbar verdutzten aber nicht minder

vorzüglichen

hä?!?!

Genau, Froin Stubbornita, so ging's mir selbst ja auch immer wieder.
Aber mal ehrlich: was soll man machen,hä?!

Busserl dafür:
Ihr
IkoNettore Schmitz

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