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August 2007 Artikel

27. August 07

Kleine (graphische) Zwischenbemerkung

Winenachten
Immer Obacht!
Schmitzkinski

23. August 07

Testsprengung (nur für Douglas-Freunde)

Losvogonos C.v.S.] Nachdem heute unser geschätzer Direttore Schmitz dringlichst zu einer "Vorlesung" in die alte Universitätsstadt "gerufen" wurde, habe nun ich die ehrenwerte Pflicht, eine kurze Durchsage zu tätigen. Diese betrifft hauptsächlich Bekannte von Herrn Douglas Adams, der sich bekanntermaßen ja seit einigen Jahren persönlich mit der Koordinierung von Umlaufbahnen befaßt und sich somit persönlich eher seltener zu Wort melden kann.

Herr Kommandant Protetnik von der 3. vogonischen Bauflotte für interstellare Hyperstraßen gibt bekannt, daß morgen nachmittag pünktlich um 16 Uhr eine Testsprengung des 3. Planeten (Terra) erfolgt. Diese Sprengung dient der präventiven Überprüfung, inwieweit  eine Hyperraumstraße durch den freiwerdenden Platz die Reisedauer zum Sternhaufen M13 verringern kann, wenn überhaupt. Herr Kommandant Protetnik bedauert bereits jetzt eventuell entstehende Unannehmlichkeiten und schlägt vor,  bis zum genannten Zeitpunkt keine kostenpflichtigen Bindungen (Zeitungsabonnements, Ratenkäufe bei QUELLE etc.) mehr einzugehen, da morgen nach 16 Uhr ohnehin alles "sproknokt" sei, also zappenduster. Darüber hinaus ist es ihm ein Anliegen, seinem Wunsch Ausdruck zu geben, daß wir eine angenehme Zeit hier gehabt haben mögen.

Tja, dem schließe ich mich vollinhaltlich an und verbleibe

mit besten Grüßen (besonders an alle Douglasier:))

Ihr
Carl von Steinsberg
(Für Linx kann ich keine Haftung übernehmen. Sorring.)

20. August 07

Im Pappkarton quer zu Tal

Schmitz_labert[E.S.] Die geneigte Leserschaft wird's zu schätzen wissen, jetzt, wo sich bei Herrn 500 mit dem  Auftauchen des Hüstlers bereits der Sommer zur rückwärtigen Tür hinausbugsiert, um pfeilgrad einem verlotterten Herbst mit seinem Ungemach Platz zu gewähren, da fährt mir, mitten im Geschreibe, ein Telefonanruf in die Lameng. Sackzement, muß ich da jetzt schon rufen, noch vor dem Anfang. Na, das kann was werden.

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Muß so Anfang der Achtziger Jahre gewesen sein, als ich beim "Täschchen-Cromer" und seinen drei Großbuchstaben in München  dafür zuständig war, daß ein paar durchgeknallte Edeldekorateure die Ausgestaltung der Schwabinger Ladenlokalitäten mit Scheißdreck feinster Art aus allem möglichen Krimskrams auf die Reihe brachten - hat ja aber auch nix mehr genutzt.

Aber die Wochenenden mit der Schickeria auf den Almen! Im "Extrablatt" in der Leo(poldtsrasse) ging's los mit den ersten schweren Krachern on the rocks zum Anheizen und Gucken und Checken. Und eines schönen Winters kamen ein paar Gastronauten auf die blitzgescheite Idee, einen Mätzedis Neoplanbus  umrüsten zu lassen auf schicken Trinker- und Schnuppertransporter in Pinkplüsch für jeweils 30-40 Leutchen bis hoch zum Edelhüttenwirt, beschwingtes "Schifoarn mit die Madeln" halt, all inclusive, manchmal auch mit den Speider Mörfis. Mei. Die paar Artifizial- und Realschönheiten, die sich nicht gleich schon vor der Abfahrt die Näschen überpudert hatten und ziellos grinsend auf dem Bürgersteig herumirrten, waren oft dermaßen über den Jordan, bis man oben war, daß ihnen "der Dömchen" aus der Nase troff und Spuren in den Salzrand der Zitronenscheibentequilas auf der Oberlippe fraß. Alles was am Berg noch mit eigener Kraft aus dem Bus stolpern konnte und sich nicht gleich final in den Schneewehen verfing, eierte in die Hütte, um mit dem "Sporteln" anzufangen. Nun war's ja nicht so, daß die beflügelten Herrschaften große Ski-Asse waren oder sich gar noch erinnern konnten, wie man sich mit den riesigen Klötzen an den Füßen oder auch mal obenrum auf fast unsichtbar schmalen und vielzählig durcheinandervibrierenden farbigen Leisten festzuschnallen hatte, das nicht. Aber gläserschwingend und in weiten Bahnen Schampus verkleckernd epileptische Salsafiguren in den Schnee rühren, das konnte man noch eine ganze Zeitlang, bevor die Nebel sich gnädig über Berg und Tal senkten.

Unvergesslich, wie  mir mal ein heutzutage als handtaschenlederhäutige Dame geschmähtes Schätzchen aus dem Geräteschuppen quiekend entgegengetorkelt kam, gefolgt von einem johlenden Herrn, der damals schon nur noch schwer als Berufsplayboy durchging, und beide zerrten sie einen riesigen leeren Pappkarton hinter sich her, offenbar mit dem  Behuf, nach all der noch sichtbaren Freude im Schuppen nun auch noch jenen zu besteigen. Irgendwie gelang es ihnen, den Pappkameraden gerade mal so an die Abrißkante zur mittleren Abfahrt zu bugsieren und darin unter lauthalsen Yiihaa's  und Hollarööö's Platz zu finden und beifallheischend so zu tun, als ob man frohlockend dem Tal entgegeneile.

Ich könnte heutnoch schwören, daß es ein stocknüchterner Fredl Fesl war, der aus dem Schatten der Zauberhütte trat, lässig auf das überdrehte Pärchen zuging und völlig wortlos und mit unübertrefflich eleganter Wucht dem Karton einen solch mörderischen Tritt versetzte, daß nicht nur die beiden Beseelten in seinem Innern übereinander her, sondern die ganze Riesenschachtel über die Kante kippte und verdammt rasch Talfahrt aufnahm. Die Schwerkraft innerhalb des sausenden Behältnisses musste außergewöhnliche Formen angenommen haben, denn den beiden sichtlich Bemühten war es trotz grotesker Bestrebungen nicht mehr möglich, auf die Beine zu kommen. Im Gegenteil: je mehr sie umeinander herumjonglierten, desto zackiger gings in allen Richtungen längs und quer und holterdipolter über den zischenden Glitzerschnee hinab und es gab kein Halten mehr: es stoben die Flocken nach Herzensbrunst! Irgendwann kam das fidele Gefährt hinter einer Kuppe außer Sicht und erst geraume Zeit später verschwand der kleiner werdende Punkt im Wäldchen längs der Piste und - zumindest ich - habe  an diesem Tage nie mehr etwas von all dem gehört. Das mochte dem  über die  Felsengrate hereinbrechenden Jagertee geschuldet sein oder FranzXaver Kroetz, dies bleibe mal einfach dahingestellt.

Uschi oder Gunter oder wie auch immer die beiden Rasanten letztlich geheißen haben mögen sind mir jedenfalls hier in der Forensik als Lebewesen weder in vitro noch in vivo jemals wieder begenet, fast schade eigentlich, womöglich. Man wird doch wohl keine Androiden aus ihnen gemacht...das würde natürlich zumindest die Lederbespannung erklären... äh.. neinnein: hier also zunächst Entwarnung, das bleibt eine Geschichte unter vielen dem spontanen Vergessen geweihten, obwohl Dr. Briskoll im Hintergrund meines Getippes gerade eben behauptet, er habe in seiner Sammlung historischer Ganzkörperphotgraphien... na das lassen wir jetzt aber lieber mal sein, Herr Dr. Briskoll, hören Sie mich?

Und was ist das eigentlich für ein Sausen und Zischen von da oben her...

GuteGüte...asiat.....

Schmitz_hat_gelabert

15. August 07

Lethargiebremse Asien

Teicheisbomben[E.S.] Recht so, mag man all jenen zurufen, die lauthaus mich als Urheber aller ebenso langatmig- wie weiligen Wiederholungen zichtigen, aber ich kann nicht anders! Die Lethargie überfällt uns alle hier in der Forensik. Namentlich an Tagen (oft auch zunachts!), an denen ganze Schwadronen an Heißluft über die im Stillstand ergeben abgebrannten Klimawechselwiesen wabern, Hummeln, Stechmeier und anderes Gebrummsel vor sich herwütend wie Bandoons an Tsunami. Paralyten gleich hängt unsere Belegschaft apallisch um den Gartenteich inmitten unseres unglaublich hohen grundstücksartigen Gartens, Schorle- und Weißbierfäden baumeln speichelähnlich in Uboot-Ausschnitte, sogar zwischen den botoxbespritzten Lungen unserer Zugehdam glitzern sie sich schlängelnd hinab in Moschusgrüfte. Wenn sie nicht vorher verdampfen an unserer heißen welken Haut.
Uns allen graut an diesen Tagen, die uns ein rücksichtsloser Klimawandler beschert, der bereits seinen pelzbesetzten Fuß über unsere Schwelle gestoßen hat, weit hineintapernd in unsere nordischen Gefilde mit Reizhitze und Ausdörrungen, die auch vor unseren wissenschaftlich-akademisch gebrämten Hirnen nicht Halt machen. Wie schnell haben sich doch die von den Excellenzwissenschaftlern schon vor Jahren vorhergesagten Wandlungen innerhalb des Klimas manifestiert: Hitze, Schwüle, Sonnenstiche zuhauf und allüberall die dringenden Flugzeuge mit Löschwasser und Stangeneis. Wie früher im Hochsommer. Aber so warm allenthalben. Das macht manchen Menschen schon ganz schön Sorge.
Wie es vielleicht so weitergehen soll, und was das dann erst im Winter würde, das fragt sich auch Dr. Briskoll heute am späten Nachmittag und lehnt sich weit aus seinem durchgeschwitzten Edelplastik-Jackett, mir heißen Rieslingatem andienend. "Wissen Sie was, Schmitz," keucht er keuchend und mit heiserem Keuchen und sprüht mir feinste Mosel-Gischt aufs kugelschreiberbewehrte Operationskostüm, das man mir immer vor, während und besonders nach Nebenhirn-OPs überstülpt, wie wir sie gerne im Morgengrauen hinter uns bringen, auch auf die Gefahr hin, daß feinste Neuronalschnitte dem Tremor geopfert werden müssen (oder haben Sie schon mal ohne Konjäckchen Synapsen zerteilt? Ha, das gerät zur zielwasserlosen Gratwanderung, wenn nicht gar sinnlosen Haarspalterei, glauben Sie's dem [asbach](ur)alten (sic!waever!) OP-Kämpen!), "wissen Sie was, Schmitz, ich verkaufe jetzt sogar schon mal völlig präventiv meiner Oma ihr zwölfteiliges Eismann-Tiefkühl-Heim-Service! Mögen Sie's ham? Zwohunnert?" Na, da kennt er mich schlecht, der alte Ignorant, ich habe ja schon längst ein eigenes, ein 24-teiliges Telekom-Service zum Normaltarif, das reicht mir dicke für meine ebenso intimen wie triefendphantasierten Treffen mit meiner geheimen ReichsfrauvonBurg, einer der größten Liebhaberinnen gipsgefüllter Vollholzkatzen aus whiskasähnlichem Schaumstoff, die man durch Entflammen der oben aus dem Köpflein ragenden Dochte ruckzuck zu sechsschüssigen Duisburger Blattschußkanonen modifizieren kann. (Sie ist manchmal eine richtige Metzgerstocher in ihrem Gewese, aber unglaublich zartartig senibel, oh ja, das ist sie, glaub' ich!)  Jedenfalls macht Briskoll mit mir keinen Schnitt, seit Florenz bin ich ohnehin sehr vorsichtig geworden, was seine Kaufoptionen betrifft.
Iceshiceairlines Und als hätte ich's geahnt, gerade als ich mich etwas zurücklehne auf meiner mit Platin ausgeschäumten Teakholzliege, den Kopf aufzischend zwischen die Seerosenimitate tauchend, läßt es einen berstenden Schlag und ein (m.E. zentnerschwerer!) Eisklotz rast ungebremst zwischen uns ins Flachgras und zerbirst in glitzernde Kristalle: sie können es einfach nicht lassen, Sackzement! Es geht einfach nicht! Sie lassen es mitnichten! Obwohl man seit Monaten gegen diese Dreckspraxis anschreibt, aufs Schärfste verurteilt und immer wieder entsetzt ist: die asiatischen Cockpitbesatzungen leeren ihre Abfälle grundsätzlich über unseren so unschuldig niedergeknieten Tälern und Hügeln aus,  schmeißen aufheulend  geschoßgleiche Ambosse aus Latrinen-Eis vom  Himmel - und heute, heute bringen Sie nun wirklich das Allerallerletzte:  tiefgefrorene Zitronen- Vanille- und Schokoeiskugeln innerhalb durchgefrosteter Eisbomben aus.. man ahnt es ja, und jeder Geschmackstest verrät  es unwiderbringlich: Fäkalgelati.  Großliterat  Schoß nennt es  Scheißding , Hyperkommentareur Whatsoever in Ermangelung eigener Blogzulassungen gar Yul und Bruce und Silvia und mehr... aber es bleibt einfach eine Riesensauerei, die vom Himmel zischt.
Dr. Briskoll, ich und viele unserer Teichrandbewohner sitzen nun in trockenen Tüchern und retten, was zu retten ist von diesem Klimawechselnachmittag, teils durch gekühlte Weine, aber auch durch Feinstaubemissionen!  Briskoll raucht ja seit der Grundgesetzverballhornung bis zu drei Zigaretten gleichzeitig und lacht sogar durch die Schwaden, was mir ungemein imponiert, gerade im Hinblick auf die bemitleidenswerten Raucherbeine eines Herrn Dir. Innenschoiple. Obwohl: uns das Klima prinzipiell meilenweit den Buckel runterbremsen kann, lieben wir ja das Leben in seinem Gesamtwechsel global. Meilenweit! "Für Ihre Camel, Briskoll, meilenweit am Arsch vorbei!" lächle ich dann spätabends oft ins Nichts und verneige mich vor allem.
Ja, so sind wir halt. Ungemein, einfach.

Dr. Bramar E. Schmitz

08. August 07

Ringelschwanz - Zwischenruf / Obacht: TIGERCONTENT

Frauvonweltnullmahlzeit

[E.S.] Nicht, daß jemand Schlimmes ahnt, das ja hoffentlich kaum! - es gibt nur Gutes hier in der Forensik. Aber seit Wochen wird im Hinter- und Untergrund gemeinsam daran gedacht und hoffnungsvoll herumdisputiert, daß ein weiterer Ringelschwanz sich hier glänzend machen würde und in herausragend positiver Weise Eingang finden könnte ins frühjahrs traurig kleiner gewordene Chaos-Universum.
Siehe da: heute morgen hielt ein kleiner rötlichgelber Ringelschwanz hier Einzug, den wir hurtig und in Erinnerung an manch Gewesenes LEON zu benamen uns sputeten - tja, und seither ist hier Hölle.
Was zwar zu erwarten war und schliesslich deshalb eingetreten ist, das muß nun aber  druchgestanden werden: das ganze Komplettanwesen von der Aussenwelt abriegeln, um das vorhandene Vierbeinerpotential nicht entgleisen zu lassen und gleichenfalls das neu hinzugestossene keinerlei Irrwege allzufrüh einschlagen zu lassen - das war das eine. Das andere war jedoch, das Tigerbeben innerhalb der forensischen Hallen auszuhalten, ja auszugleichen gar... das erfordert den Kompletteinsatz des gesamten deparalysierten Personals unserer Anstalt.
Und deshalb bleibt hier und anderswo die Arbeit - mal wieder lie

03. August 07

Iltis - eingefügt von Dr. Briskoll

Ja, Herr Schmitz, heute war ich mal am Zug und habe bei Herrn Nase folgendes Tier gefunden, das ich hier mal einfüge. Ich mag Iltisse! Man kann den mit der Maus bewegen und so. Was Schönes für lange Urlaubswochen. Zum Beispiel im Knast auf Elba mit Herrn Lambarene....

 




Herzliche Grüße an alle hier

Ihr Briskoll