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Juni 2007 Artikel

20. Juni 07

Toskana für Weggeschrittene, Teil I

Toskana_reporte[E.S.] Selbstverständlich haben spontane Betriebsauflüge der Forensik immer ihre höchsteigene Brisanz. Das muss aber im Vorfeld bereits klar sein, sonst federt man sperlingsleicht ruckzuck über sämtliche Grenzen des sogen. Verstandes und kehrt so bald auch nicht mehr zurück.

Briskoll übernahm von Anfang an das Steuer unseres mit frontalroten Wolfram- und Titanplatten vor Flugrost geschützten Mercedes Primawagen 3hunderfuffzig Kupeh und wir blubberten bereits nach einigen Stunden Verspätung mehr oder minder flüssig hinweg. Das liest man ja unten.
Als ich zum ersten Mal aufwachte (Danke, Herr Schoss, Sie hattens perfetto erfasst, es war ein sensationeller Scheißdreck!!!), war es bereitsTossikoeln Köln Stadtmitte und insgesamt eigentlich praktisch zu spät für den tiefen Süden und überhaupt für fast alles...

Viele, viele Stunden später, wir karriolten immerhin doch noch auf das allseits rotierende Autobahnungeheuer Bologna zu und hatten sozusagen permanent die Pest an Bord, da begab es sich, daß Herr Dr. Briskoll in nächster Nachbarschaft unseres Fahrzeugs die Raumstation ISS (mit angedoktertem Schattel), knapp gefolgt von der hellerleuchteten MIR halblinks an uns vorüberziehen sah und durch Aufreißen der Beifahrertür eine Kollision gerade noch rechtzeitig vereitelte.

Es versteht sich natürlich in Anbetracht all dieser Tatsachen nahezu wie von selbst: wir kamen erst einen Abend zu spät in der Nähe von Florenz an, und zwar zunächst  in einer versehentlichen Autobahnausfahrt, die letztlich tief in einem Strickerei-Hinterhof von Prato versickerte, aber immerhin: es gab direkt daneben Herrn Oleg  Szarkow mit seiner kleinen  Branntwein-Vinothek  "Ballabene-Rosticceria" - den wir mit allerlei  Grundsätzlichem, seine Existenz und mehr betreffend,  beglücken durften. Wir überließen ihm zum schmerzvollen Abschied einen Großteil der nicht für Raffinerieprodukte verwendeten Barschaft Briskolls.

Immerhin: es gibt bereits einen wunderbaren Bericht aus Florenz. Besonders FrauDr.vonWelt sollte ihn sich gemächlich vorlesen lassen. Man findet den bei

Freunden des Wahnsinns

und das spart hier jede Menge Platz.

Der nächste Teil folgt, wenn wir wieder können. Falls. Nur falls.

El Ettore

18. Juni 07

Firenze,Vinci,Pisa + der ganze Scheiß

Firenze_urlaub[E.S.] Das Sauwetter drängt sich ja geradezu auf: also zischn wir ab. Dr. Briskoll hat unglaublich viel Geld übrig für das ganze restliche Jahr - da lassen wir jetzt doch auch mal was in den Süden sausen. Die paar Kilometers. Grade mal 985 Stück. Heute abend um elf sitzen wir bei Herrn Di Balustrado  schräg vor Santa  Croce und hantieren mit massenweise MaiTais umeinander, dass es eine Freud' haben wird. Garantiert.

Und wenn alles klappt und der Schleppmeier funxioniert, gibts auch Texte direkt aus unserem kleinen Weingütchen (unserer Filiale) in den Hügeln über Florenz. Aber all das bleibt erstmal abzuwarten...

Ciao ragazzi...

So. Nicht rechtzeitig fortgekommen und dann das noch und das hätte was ganz anderes werden sollen, aber das bleibt jetzt. Banal und eigentlich wie immer:

11. Juni 07

Kann man auch mal kucken

[E.S.] Damit das mal aufhört, mit diesem ständigen Nachfragen nach unseren Dam und Herrn hier, werden zur Abschreckung in loser Folge unter Umständen quasi sogenannte "personals" eingefügt. Das ist eine kurzweilige kleine Ablenkung vom täglichen Einerlei für die Leser - aber ganz besonders auch für alle anderen. Am einfachsten ist ja mit mir selbst anzufangen, von mir existieren ja praktisch keine photgraphischen Aufnahmen. Gut, es gibt/gab mal einen Avatar, der in etwa hinkam und -so what?- soll der uns auch genügen, Genüge tun fast.

In mancherlei Drucksachen war heute festzustellen, daß das Kleinod bei irgendeinem Sprachwettbewerb knapp vor dem Schlüpfer durchs Ziel ging, als Wort natürlich, gar als angeblich auszusterbendes, und ich finde, beides sind ja Teile derselben Wahrheit: Kleinod und Schlüpfer. Das eine ist im andern verborgen, sozusagen.

Dr. Briskoll, ignorant und selbstgefällig wie stets gegen Mittag, meinte sinngemäß, daß sprachlich nicht interessierte Leute praktisch garnicht ins Gewicht fallen, irgendwo, wo man sowas auslotet,  oder wo sowas abgestimmt werden soll, eben weil sie ja sprachlich nicht interessiert sind und sich wohl kaum weder dafür interessieren noch was dazu sagen mögen oder dagegen, vielleicht fehlt ihnen ja sogar jeder Sinn dafür, jedes Gespür. Ich halte das zwar streckenweise für hell aufglosenden Unfug, habe Briskoll aber in dem Moment einfach gewähren lassen, sonst hätte sich ein womöglicher Wortwechsel wieder bis in die Abendstunden hingezogen und da, muß ich eher raten, sollte man Türen und Fenster hochklappen, da sind nämlich, nein, nicht die winds of change, sondern die waters of past unterwegs und legen röchelndblaue Bänder um missetäterische Mergelhälse, daß einem ganz arg gram werden mag.

Aber das muß uns heute ja garnicht sonderlich interessieren, vielleicht will man ja auch einfach endlich mal seine Ruhe haben. Solche Tage gibt es ja auch. Nur: viel zu wenige. Schlüpfer eini, Schlüpfer aussi - owwa klein is's Od....Oh MannMannMann.