Unsere Exekutive wacht...
[C.v.S.] Kurzfristig einspringen zu müssen für unseren hier allseits geschätzten Kollegen Schmitz hat natürlich auch was für sich. Ich weiß allerdings nicht genau, was. Das Thema hat er noch kurz angerissen, bevor er sozusagen Hals über Kopf, unseren kleinen Teich haarscharf streifend, zwischen den Büschen verschwunden ist. Ein seltsamer Mensch, dieser Barfußläufer, aber angeblich hoch sympathisch. Na, ich weiß es nicht.
Barbara von Struntzen jedenfalls, unsere deutlich nimmermüde Diplonsozialpädagonin, die bekanntlich viele Jahre lang in einer der bedeutendsten Walldorfschulen Nordbadens den Getränkekiosk dirigierte, um nebenbei in Ruhe Pfarramt zu studieren, hat mich heute anlässlich unserer kleinen "Nachmittags-Runde" vor der alten, ausgebrannten Galerie mit einigen hochinteressanten Persönlichkeiten bekanntgemacht. Ohne Schmitz natürlich ein etwas schwieriges Unterfangen - seine Larmoyanz fehlt allenthalben, oft sogar, wenn er garnicht selbst zugegen ist.
Ganz zum Schluß, der Kaffee war schon fast leer, was bekanntlich halb so wild ist, wenn sich der Cognac nahtlos einreiht, stellte sie Herrn Oberpolizeirat Noschik vor, der bereits beim 69er Brandanschlag auf die Donaudrahtseilbahn bundesweit von sich reden gemacht hatte als immerhin einer der damals ersten, die noch ohne Taucherbrille und Neopren-Anzüge wochenlang ohne aufzutauchen den Neckar nach Tathergängen absuchen mussten! Noschik ist ein höchst wortgewandter silberhaariger Herr, der ganz offensichtlich vorzugsweise von seiner Vision einer dampfstrahlbasierten Tatortabsperrung schwadroniert - und, man muss es neidlos anerkennen, diese Idee hat etwas für sich.
Durch den Einsatz hunderter in konzentrischen Kreisen aufgestellter und technisch miteinander vernetzter Hochdruck-Dampfstrahler will er einerseits ermöglichen, daß selbst kleinste Partikel in Tatortnähe verbleiben (bis hin zu DNA-Teilchen, die so klein sind, daß sie noch nach Jahrzehnten nicht mehr auf einem Elektronenmikrofon gefunden werden können, extravagant, das Ganze!) und gleichzeitig verhindern, daß Aussenstehende die Tatorte ohne Befugnis be- oder gar zertreten können, zumindest nicht, ohne daß sie vorher "aber so haarscharf, meine Herrn!" mit siedendheissem Preßdampf "durchgekärchert" werden, daß sie nicht mehr wissen, ob sie "Männlein oder Weiblein" waren, zuvor. Noschiks Idee scheiterte bislang an den hohen Kosten und - natürlich - am Wasserverbrauch.
Seit Jahren ist er zuständig für die Verifizierung von fast 70 % aller im Regierungsbezirk Karlsruhe eingestanzten Fahrrad-Codierungen, eine Aufgabe, die natürlich nicht nur wegen ihrer datenschutzrechtlichen Bewandtnis Brisanz zeigt, sondern auch ein hohes Maß an Mitarbeiterführung abfordert.
Der Cognac allerdings, und das muss man Herrn Ettore Schmitz nun wirklich zugute halten, ist von feinster Güte und Schwungkraft. Sogar noch während Herr Dirketor Noschwitz anhand seiner kleinen Sammlung polnischer Schlagzahlen im Detail vorführte, wie man zum Beispiel an den Gehstützen der übrigen Parkbewohner ohne großen Aufwand Codierungs-Falsifikate appliziert, ohne mehr als besagte 750 % der älteren Herrschaften im Zuge dessen komplett zu Fall zu bringen, führte Frau von Struntzen vor, wie sich sogar ein Büstenhalter mit eingearbeiteten Edelstahlbügeln ohne größere Deformation der sonstigen Oberbekleidung aus dem linken Ärmel zerren läßt, während sie mit der rechten Hand gleichzeitig eine Zigarette in die Maibowle (?!) tunkt und ihre Gummistiefel auszieht.
Überhaupt halte ich Barbara für eine der begehrenswertesten Frauen von Welt , erotisierend bis zum Exzess fast, wie ein hochglosendes Fegefeuer, mit diesen Gummistiefeln über dem Netzstrumpfwerk in schwindelerregende Höhen hinan. Ich bin ziemlich sicher, dass ich im Morgengrauen diesen Pollezeideppen Nuschek zum Duell stelle, wenn ich ihm nicht vorher seine beschissenen Dampfstrahler irgendwohin schiebe, wo es richtig weht tut und mit richtig meine ich, daß er seine dreckigen Pfoten mit Sicherheit in den nächsten 10 Jahren nicht mehr auf die Oberschenkel meiner bezauberhaften Struntzi .... der Witwenschänder, der dreckige. Ich muss Schluss machen. Vielleicht kommt ja auch Schmitz noch, die der alte Sau.Gurke Pumpernickel.














Ostan. Welch schönes Fest anlässlich jeden Jahres! Religionsübergreifend feiern wir es in den Gemächern des Damendoms zu München. Katholische Monstranzen, Leihbischöfe, protestantische Dechanten und Pastoralanwärter: egal! Ökumenisch vereint in Orgelklang und andachtsvollen Predigten: wir alle feiern die Ankunft des hohen Geistes dieser ganzen Ostersachen da, der mächtigen.
[C.v.S.] Hare Krishnaling ("Ich bin Al Ship") schildert seine Reise mit mehreren Kameraden (Lama, Jakob usw.) aus einem Wanderlager in einem bestimmten Land im April 2000plus. Dabei bleibt
seine Darstellung garnicht mal so recht zurückhaltend, beschränkt sich aber gleichzeitig auf die
Beschreibung der Ereignisse, Landschaften und Menschen, auf die sie
trafen.
Er zeichnet den Marsch der Flüchtlinge und anderer Wanderer durch dieses Land nach
und ihren Aufenthalt im Grenzgebiet des Verstandes und des West- und Südlandes, wo sie mit
Duldung lokaler Behörden ein paar Tage oder Jahre lang in kleinen Siedlungen leben. Als sie wegen des Schweißgeruches im Herbst endgültig aus dem Land abgeschoben werden sollen, flieht Hare in Begleitung des mittlerweile offenbar verheirateten Jakob Aufschnaiter-Lama. Auf dem Weg durch das
zentrale Hochland oder eine der Ebenen, auf dem sie sich bei den Küfern als indische
Händler oder als einfache Pilger ausgeben, je nachdem, gelangen sie im Frühjahr versehentlich in die tibetische Hauptstadt Lhasa, möglicherweise auch Osnabrück. Trotz des Drucks der
britischen oder einer ähnlichen christl. Mission wird ihre Anwesenheit nicht nur toleriert, sie
werden sogar Angestellte der tibetischen Regierung/Kirchenverwaltung mit Sitz in wieder einem ganz anderen Land - aber immer entlang Jakobs Weg. 
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